Literaturland Hessen: Ein Tag für die Literatur
Sonntag, 30. Mai 2021, 15.00 Uhr:

"Vom Mystischen ins Menschliche – Die Schriftstellerin Paula Judith Buber"

Vortrag und Gespräch
mit der Kunsthistorikerin Manja Altenburg (Agentur für jüdische Kulturvermittlung Mannheim)
und Birgit Meurer (Martin-Buber-Haus)

Paula Buber, geboren 1877 in München als Paula Winkler, heiratete den bekannten jüdischen Dialog-Philosophen Martin Buber 1907 in Berlin. Zu dieser Zeit hatten beide bereits mit den Kindern Rafael (geb. 1900) und Eva (geb. 1901) eine eigene Familie gegründet. Paula führte kein Leben im Schatten des berühmten Mannes, sondern eroberte sich ein ganz eigenes Genre als Schriftstellerin unter dem Pseudonym Georg Munk. Geprägt von ihrer Kindheit und Jugend im Bayerischen Wald und im alpenländischen Raum, tragen ihre frühen Werke die Spuren der einheimischen Sagen und mystischen Erzählungen. Auch die Jahre in München als Privatsekretärin im Haushalt der Schriftstellerin Helene Böhlau und deren Ehemann Al Rashid Bey (bürgerlich Friedrich Arnd) sowie die Nähe zur Reformbewegung und des Aufbruchs in Kunst und Literatur, hinterließen ihre Spuren im Schaffen der jungen Frau. Später ist es überwiegend die menschliche Entwicklung, die Lebenserfahrungen, die die Persönlichkeit ihrer Figuren und Charaktere prägen. So lässt sich anhand ihres Werkes ein Weg vom Mystischen zum Menschlichen nachvollziehen.
 

Im gemeinsamen Gespräch werden die Heidelberger Kunsthistorikerin Manja Altenburg (Agentur für Jüdische Kultur) und Birgit Meurer (Martin-Buber-Haus Heppenheim) anhand von Ausschnitten aus Paula Bubers Werk und Beispielen aus Kunst und Kulturgeschichte diesen Weg nachzeichnen.

Kostenlose Registrierung für die Online-Teilnahme unter:
meurer(at)iccj.org, oder telefonisch: 06252-6896813.
Der Zugangscode wird Ihnen per E-Mail zugestellt.


Das Martin-Buber-Haus

Das Martin-Buber-Haus in Heppenheim an der Bergstraße (Hessen) ist der Hauptsitz des Internationalen Rates der Christen und Juden ICCJ e.V.. Von 1916 bis 1938 war es das Zuhause des berühmten jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber und seiner Familie. Es ist wie damals heute wieder ein Zentrum der Begegnung, in dem Interessierte, Wissenschaftler, Studenten und Schüler aus aller Welt das Leben und Wirken Martin Bubers kennenlernen und die Grundlagen für den interreligiösen Dialog verstehen können. In Führungen und bei Vorträgen wird die Erinnerung an die Familie Buber wachgehalten und jüdisches Leben in Deutschland vorgestellt.

Eine kurze Geschichte des Martin-Buber-Hauses können Sie hier nachlesen:
Geschichte

  

Die regionale Bildungsarbeit im Martin-Buber-Haus

  • bietet Führungen im Haus für Schulklassen, Jugendgruppen und die interessierte Öffentlichkeit an
  • beantwortet Fragen der Medien, Öffentlichkeit und Wissenschaft
  • organisiert eine Veranstaltungsreihe mit historischen und theologischen Themen für Fachpublikum und interessierte Laien
  • wendet sich in einem Halbjahresbrief an die Öffentlichkeit
  • arbeitet mit den regionalen Gedenkstätten, Vereinen und Bildungseinrichtungen zusammen
  • wird von den Freunden und Förderern des Martin-Buber-Hauses (FuF) unterstützt, die sich einmal jährlich zu einem Vortrag mit anschließendem Empfang im Martin-Buber-Haus treffen.

Ansprechpartnerin:
Birgit Meurer M.A.
Regionale Bildungsreferentin ICCJ
Tel. 06252– 6896813
meurer(at)iccj.org
Bürozeiten: Di und Fr 9-13.00 Uhr