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| Thema: 40 Jahre deutsch-israelische Beziehungen
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Kein ganz normales Verhältnis
Am 12. Mai 1965, vor 40 Jahren, nahmen Deutschland und Israel diplomatische Beziehungen auf. Das deutsch-israelische Verhält-nis hat sich seit dem sehr verän-dert. Doch als normal kann es wohl auch heute noch nicht an-gesehen werden.
Die Brückenbauer Die Aufnahme offizieller diplomati-scher Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutsch-land war das Verdienst von Konrad Adenauer und David Ben Gurion. Durch jahrelange Geheimkontakte, eine Begegnung in einem Hotel in New York 1960 sowie vielfältige Kontakte auf offizieller und privater Ebene hatten David Ben Gurion und Konrad Adenauer das politi-sche Klima für die Aufnahme von Beziehungen geschaffen.
Proteste gegen Botschafter Als der erste deutsche Botschafter in Israel sein Amt antrat, gab es massive Proteste. Letztlich siegte jedoch die Erkenntnis, die Ben Gu-rion seinen Landsleuten immer wieder vor Augen gehalten hatte: Das Deutschland von heute sei ein "anderes“ Deutschland, das nicht vergleichbar sei mit Nazi-Deutschland. Dennoch dauerte es noch sechs Jahre, bis Walter Scheel 1971 als erster deutscher Außenminister Israel besuchte. Erst 1985 kam Richard von Weizsäcker als erster deutscher Bundespräsi-dent zum Staatsbesuch.
Wichtige Partner Heute unterhält Deutschland mit keinem anderen Land so viele Kontakte wie mit Israel. Es gibt mehr als 100 Städtepart-nerschaften, Jugendaustausch, Künst-ler-Gastspiele, gemeinsame For-schungsprojekte; die Liste der Zusam-menarbeit ist lang. Für Israel ist Deutschland der wichtigste Partner in Europa. "Adenauer und Ben Gurion konnten davon nur träumen“, sagte Is-raels früherer Botschafter Avi Primor.
Besondere Beziehungen Angesichts des Massenmordes an sechs Millionen Juden während des Na-tionalsozialismus´ werden es immer „be-sondere Beziehungen“ zwischen beiden Ländern bleiben. Doch es sind besonders enge Beziehungen. Die Brü-cken, die Adenauer und Ben Gurion ge-schaffen haben, sind stabil – trotz man-cher tagespolitischer Querelen und der steten Sorge vieler Israelis vor neuem Antisemitismus in Deutschland und an-deren Ländern Europas.
Vergleiche beiliegenden Artikel von S. Stein
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Nachdenken über die Zukunft Botschafter Shimon Stein über die deutsch-israelischen Beziehungen | | Beilage
| Rückschau „Kein Platz für Mythen“ Die Stunde Null – Kriegsende als Befreiung | | Beilage
| „Leben zwischen Mauern“ Eine christliche Palästinenserin berichtet | | Seite 3
| „Neue Chancen für den Frieden“ Israelischer Journalist zur Lage im Nahen Osten | | Seite 3
| Veranstaltungen Gesamtübersicht | | Seite 4
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Religiöse Festtage 2.Hj 2005
Jüdische Feste
- 04./05.10. Rosch HaShana
- 5766 (Neujahr)
- 13.10. Jom Kippur
- (Versöhnungstag)
- 18.-24.10. Sukkoth
- (Laubhüttenfest)
- 26.10. Simchat Thora
- (Thora-Freudenfest)
- 26.12.-02.01. Chanukka
- (Weihfest)
Islamische Feste
- 31.08. Mohammeds Himmelfahrt
- 03.10.-03.11. Ramadan (Fasten)
- 04.-06.11. Id al-Fitr
- (Fest des Fastenbrechens)
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Editorial: Neuigkeiten aus dem Martin-Buber-Haus
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Martin-Buber-Hauses
und des Internationalen Rates der Christen und Juden,
ich freue mich, Ihnen heute das Programm für die zweite Jahreshälfte 2005 vorstellen zu kön-nen. Das Jahr 2005 ist das Jahr der Jubiläen. Im ersten Halbjahr gedachten wir im Rahmen der „Heppenheimer Gespräche“ in Kooperation mit dem Heppenheimer Stadtarchiv, dem Katholi-schen Bildungswerk und der Landeszentrale für politische Bildung des 60. Jahrestags des Kriegsendes.
Vergleiche beiliegenden Presseartikel
40 Jahre deutsch-israelische Beziehungen
In Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung möchten wir in diesem Programm mit einem Vortrag an den 40sten Jahrestag diplo-matischer Beziehungen zu Israel erinnern und über deutsche Präsenz in Israel und die gemein-samen Perspektiven für die Zukunft sprechen.
Siehe Vortrag 15.12.05
Martin Bubers 40. Todestag Am 13. Juni 1965 starb Martin Buber im Alter von 87 Jahren in Jerusalem - vier Wochen nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwi-schen den beiden Ländern, die ihm am Herzen lagen. Uns ist leider nicht bekannt, ob und wie sich Martin Buber kurz vor seinem Tode, bereits von Krankheit gezeichnet, zu diesen erfreulichen Ereignissen geäußert hat. Mit einem Vortrag ü-ber seinen religiös geprägten Humanismusbeg-riff, der eng mit dem jüdischen Volk in Verbin-dung steht, soll auch das Gedenken an den e-hemaligen Hausherrn des Martin-Buber-Hauses seinen Platz im aktuellen Programm finden.
Siehe Vortrag 30.11.05
Leben in Israel/Palästina Durch die geplante Räu-mung der jüdischen Sied-lungen im Gazastreifen Mit-te August 2005 stehen un-ter Umständen größere Veränderungen in der Re-gion bevor. Es ist zu hoffen, dass es nicht zu blutigen Auseinandersetzungen kommen wird. Möglicher-weise ist es ein Schritt zum Frieden im Nahen Osten. Über die aktuelle Lebenssi-tuation in Israel und dem Westjordanland werden im September und Oktober ei-ne christliche Palästinense-rin aus Beit Jala und ein is-raelischer Journalist berich-ten.
Siehe Vorträge Sept./Okt.2005
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Homepage im Internet
Wir haben unsere regionale Internetseite um den Be-reich „Regionale Bildungs-arbeit“ ergänzt. Neben den Materialen, die im Martin-Buber-Haus erworben wer-den können, finden Sie In-formationen zur Martin-Buber-Ausstellung und Grundsätze unserer Arbeit.
Bitte besuchen Sie unsere Internetseite:
www.Martin-Buber-Haus.de
Dort finden Sie außerdem alle Informationen zu unse-ren Veranstaltungen.
Zum neuen Jahr
Die Mitarbeiterinnen und Mit-arbeiter des Martin-Buber-Hauses und des Internationa-len Rates der Christen und Juden wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegne-tes neues Jahr 5766.
www.Martin-Buber-Haus.de
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| Hoffnung für Israel und Palästina
| Neue Chancen für den Frieden
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Leben zwischen Mauern
Eine christliche Palästinenserin berichtet
In einer Pressemitteilung der Referentin aus dem Frühjahr 2005 heißt es:
„Faten Mukarker, bekannt durch Radio-, Fernseh- und Zeitungsinterviews, lebt mit ih-rer Familie in Beit Jala, einem Nachbarort von Bethlehem. Aufgewachsen in Deutsch-land kehrte sie als junge Frau nach Palästina zurück und durchlebte dort später mit ihrer Familie und Kindern die Schrecken der ers-ten und zweiten Intifada, die auf beiden Sei-ten, in Israel und in Palästina, Tote und Ver-letzte forderte, und die zu Hass und Unver-söhnlichkeit geführt haben.
Das Treffen von Abu Abbas und Ariel Scharon in Scharm el Scheich am 8. Februar 2005 weckt nun die große Hoffnung, dass es endlich zu einer Einigung, zu einer friedlichen Lösung im Nahen Osten kommt. Eine Lösung wird erhofft, durch die beide Völker, Palästinen-ser und Israelis, jedes für sich und doch miteinander in Frieden leben können. Alle wünschen sich, dass in Palästina Ausgangssperren, schikanöse Grenzkontrollen, Wasserrationierung und dergleichen bald der Vergangenheit angehören. Doch vorerst steht die Mauer, wird an ihr gebaut und belastet das Leben der Palästinenser.
Wir dürfen gespannt darauf sein, was Faten Mukarker von den ver-änderten Lebensbedingungen in ihrer Heimat nach dem Treffen in Scharm el Scheich berichten kann. In ihrer eindringlichen und ein-prägsamen, jedoch nie anklagenden Erzählweise macht sie den Zu-hörerInnen deutlich, dass sie und ihre Landsleute sich nichts sehnli-cher wünschen, als ohne Angst, frei und selbst bestimmt in einem eigenen Staat zu leben.
Faten Mukarker kommt zweimal im Jahr für mehrwöchige Vortrags-reisen nach Deutschland. (…) Sie können Faten Mukarker auch in ihrer Heimat treffen: Wenn Sie sie in Beit Jala besuchen, bereitet sie Ihnen ein typisches arabisches Essen und erzählt vom Alltag in Pa-lästina. Außerdem kann sie Sie durch Bethlehem und die Geburtskir-che führen. Sie hat eine offizielle Fremdenführerlizenz.“
Kontaktdaten:
Tel. 00972-2-274-1341
E-Mail: faten_mukarker@hotmail.com
Siehe Vortrag 19.10.05
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Israel und der Nahe Osten
Ein israelischer Journalist zur Lage
Im Lebenslauf des israelischen Journalis-ten Daniel Dagan heißt es:
„Daniel Dagan wurde in Kairo geboren und wuchs in Frank-reich und in ei-nem Kibbuz in Is-rael auf. Er stu-dierte Politik und Volkswirtschaft und war an-schließend für
verschiedene Printmedien, Radio- und Fernsehsender in Jerusalem, Paris, Brüssel, Madrid, Bonn, Washington und anderen Hauptstädten tätig.
Seit einigen Jahren berichtet er aus Berlin für die Israel Broadcasting Authority (IBA), die führende öffentlich-rechtliche Radio- und TV-Anstalt Israels), und die Jerusalem Post. Beiträge von ihm er-schienen auch in der International Herald Tribune, im Handelsblatt, im Tagesspie-gel, in der Zeit, Le Monde, El Mundo und anderen führenden Zeitungen und Zeit-schriften. Dem deutschen Publikum ist Daniel Dagan auch durch Kommentare und Diskussionsbeiträge im Hörfunk und im Fernsehen bekannt.
Dagan ist Vorstandsmitglied des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland (VAP), von Association des Journalistes Europeens (AJE) sowie ein Mitbegründer und Verwaltungsratsmitglied der Bonn International School (BIS)."
Siehe Vortrag 14.09.05
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