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Martin-Buber-Haus – Rundbrief 1/2004

Rundbrief
Januar 2004
Veranstaltungen
1. Halbjahr 2004

MARTIN-BUBER-HAUS

INTERNATIONALER RAT DER
CHRISTEN UND JUDEN e.V.

Werléstraße 2, 64646 Heppenheim
Tel. 06252/93120, Fax. 68331
eMail info@iccj-buberhouse.de
www.iccj.org/
Höhepunkt: Bilder-Ausstellung im renovierten Haus Religiöse Festtage 1.Hj 2004

Vernissage im Martin-Buber-Haus

Bevor die Martin-Buber-Ausstellung wieder installiert wird, erstrahlt das Buber-Haus in neuem Licht: die Malerin Irmintraud F. Eckard stellt ihre von Texten Martin Bubers inspirierten Bilder aus, die so genannten “Rundlinge“.

Die Künstlerin beschreibt ihre Werke mit den folgenden Worten: “Die Serie “Rondo DU und ICH“ besteht aus gerundeten Exponaten, inspiriert durch das “Dialogische Prinzip Ich und Du“ von Martin Buber. Die runde Form ist eine geschlossene, ganze, in sich einige und in der altchristlichen Symbolsprache als Kreis oder Scheibe ein Symbol für das Vollendete und Vollkommene und damit für Gott.
Diese “Rundlinge“, die wie Punkte am Ende der Texte Martin Bubers erscheinen, werden ergänzt durch sechs rechteckige Bilder, die fünf Themenkreise aus dem Dialogischen Prinzip eröffnen:
Beziehung - Ich und Du; Gemeinschaft; Entscheidung; Antwort und Verantwortung; Gott und Welt;
Bilder und Texte ergänzen sich gegenseitig.“

Künstlerin und Autorin

Irmintraud Friederike Eckard, geboren 1954, ist freischaffende Künstlerin und Autorin, Lehrerin für Grund- und Hauptschule sowie Seminar- und Tagungsleiterin. Von 1998 bis 2002 hatte sie Wechselausstellungen im Raum der Stille der evangelischen Kirchengemeinde Bensheim-Auerbach. Ihr wurde die künstlerische Ausgestaltung der Kapelle im Fortbildungszentrum Freiburg der evangelischen Landeskirche Baden übertragen. Sie verfasste u.a. das Werkbuch “Bibel kreativ“ (Patmos 2000) zur Arbeit in Schule und Gemeinde und das Werk- und Impulsbuch Spiritualität “Gönne dir ein Verweilen“ (Gütersloh 2002).

Begleitet von Musik . . .

Der musikalische Rahmen der Ausstellungseröffnung wird gestaltet durch ein Gitarren-Trio der Musikschule Heppenheim. Die drei jungen Frauen, Johanna Eckel, Theresa Philipp und Sara Bauer, spielen Auszüge aus ihrem Repertoire, mit dem sie sich auf einen Musik-Wettbewerb vorbereiten.

. . . und einem Festvortrag

Der ehemalige Mönch und katholische Theologe, Bernardin Schellenberger, ist heute freier Schriftsteller und Übersetzer in Stuttgart. Er ist Autor zahlreicher Werke zu spirituellen Themen und Kursleiter für meditative Tage in diversen Bildungseinrichtungen im In- und Ausland. Seit Jahren mit der Künstlerin und ihren Werken vertraut, wird er künstlerisch und thematisch in die Ausstellung einführen.


Jüdische Feste

07.02. Tu B´Shvat
07./08.03. Purim
05.-12.04. Pessach
19.04. Holocaust-Gedenktag
09.05. Lag ba-Omer
26.05. Shavuot
27.07. Tishah be-Av

Islamische Feste

01.-04.02 Id Al-Adha (Opferfest)
22.02. Muharam, Neujahr 1425
02.05. Mohammeds Geburtstag

Veranstaltungen
1. Halbjahr 2004
Editorial: Neuigkeiten aus dem Martin-Buber-Haus

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Martin-Buber-Hauses und des Internationalen Rates der Christen und Juden,

wir möchten Ihnen heute das neue Halbjahresprogramm 2004 vorstellen. Da die Renovierungs- und Stabilisierungsarbeiten am Martin-Buber-Haus erfolgreich und planmäßig abgeschlossen wurden, können alle Veranstaltungen im Jahr 2004 wieder im Martin-Buber-Haus stattfinden. Wir möchten an dieser Stelle dem Kreis Bergstraße herzlich danken, der weder Kosten noch Mühen scheute, das ehemalige Wohnhaus Martin Bubers wieder in einen würdigen Stand zu versetzen. Die Möglichkeit zur Nutzung des modernen neuen Sitzungssaals hat es erlaubt, dass wir unser Veranstaltungsprogramm im letzten Halbjahr ohne Einschränkungen realisieren konnten. Wir danken auch der Stadt Heppenheim für die Bereitstellung der schönen Büroräume im neuen Stadthaus für die Zeit der Renovierung.

Einräumen der Bibliothek

Seit Anfang Dezember haben wir unsere frisch gestrichenen und mit neuen Fenstern versehenen Büroräume im Martin-Buber-Haus wieder bezogen. Aber die Arbeit geht jetzt erst richtig los: Kisten auspacken, aussortieren, neu ordnen und wieder einräumen! Vor allem die Bibliothek mit ca. 7000 Büchern ist derzeit noch komplett verpackt. Wir planen für Samstag, den 10. Januar, eine gemeinsame Aktion zum Wiedereinräumen aller Bücher. Wer helfen möchte, ist herzlich willkommen!

Ehrenamtliche für den Hessentag

Auch für die Zeit des Hessentages im Juni in Heppenheim suchen wir noch dringend ehrenamtliche HelferInnen. Aufgrund der wenigen MitarbeiterInnen im Martin-Buber-Haus können die geplanten Öffnungszeiten des Hauses während des Hessentages derzeit noch nicht sichergestellt werden. Wenn Sie sich vorstellen können, BesucherInnen des Hessentages als AnsprechpartnerIn im Martin-Buber-Haus zur Verfügung zu stehen und auch einige Worte über Martin Buber sagen können, wären Sie uns eine große Hilfe.

Pastor Pieper geht

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass der Generalsekretär des ICCJ, Pastor Friedhelm Pieper, im Frühjahr das Martin-Buber-Haus verlassen wird. Sein Vertrag mit dem ICCJ läuft aus und eine Vertragsverlängerung ließ sich aufgrund der finanziellen Situation seiner Landeskirche nicht mehr vereinbaren. Wir bedauern diese Entwicklung aufrichtig. Pastor Pieper hat fachliche und persönliche Maßstäbe gesetzt. Er steht für Empathie, Offenheit und konstruktive Weiterentwicklung in der interreligiösen Arbeit sowie für professionelles Management im ICCJ und im Martin-Buber-Haus.

Für seinen weiteren Lebensweg wünschen wir ihm und seiner Familie Gottes Segen und Möglichkeiten, dem jüdisch-christlich-islamischen Dialog verbunden zu bleiben.

Zum neuen Jahr

Die MitarbeiterInnen des Martin-Buber-Hauses und des Internationalen Rates der Christen und Juden wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes neues Jahr 2004.







Ich grüße Sie herzlich!

Andrea Thiemann

Regionale Bildungsarbeit
Martin-Buber-Haus
Werléstr. 2
64646 Heppenheim

Tel. 06252-931217 (Freitags)
Mobil 0170-4559790


Andrea.Thiemann1@epost.de

www.iccj.org

Neuerscheinung: Lese- und Verstehenshilfe zu Martin Bubers
Ich und Du
Lesung:
Den ermordeten Juden gewidmet

“Willst Du mit mir gehen, Licht und Schatten verstehen…“

Die Autorin, Prof. Dr. Cornelia Muth, will mit ihrer Lese- und Verstehenshilfe zum Lesen von Martin Bubers bekanntestem Werk ’Ich und Du’ einladen. Entlang eines alten Schlagers von Daliah Lavi führt sie die Leserinnen und Leser in den Dialog mit dem jüdischen Philosophen Martin Buber ein. Dieser Denker hat mit ’Ich und Du’ eine Realutopie zwischenmenschlicher Beziehungen entwickelt, die immer noch brandaktuell ist, obwohl das Werk vor gut 80 Jahren publiziert wurde. Warum? Martin Buber, tief betroffen von den Auswirkungen des ersten Weltkrieges, fragte sich, wie Frieden unter den Völkern möglich ist, wenn Frieden nicht nur die Abwesenheit von Krieg ist. In ’Ich und Du’ zeigt er auf, wie wertschätzende Beziehungen nicht nur zwischen zwei Menschen möglich sind. Gleichzeitig ist für ihn jedoch die Zweierbeziehung der Keim des Weltfriedens: “Erst wenn der Mensch in sich selber den Frieden gefunden hat, kann er daran gehen, ihn in der ganzen Welt zu suchen“. Das Sich-selbst-Finden kann nach Buber aber nur in der Begegnung mit einem Gegenüber geschehen. Der Mensch braucht seinen Mitmenschen, um Frieden in sich zu finden. Dazu zeigt ’Ich und Du’ eine Haltung, die die Realutopie zwischenmenschlicher Beziehung ermöglicht und in der Gegenwart eine der wichtigsten Herausforderungen zum Überleben der Menschheit ist. Die Autorin hat exemplarische Texte ausgewählt und deutet sie in einer für den Leser anschaulichen Weise. Ein Glossar mit den wichtigsten Dialog-Begriffen runden das Buch als eine außergewöhnliche Leseanleitung zu ’Ich und Du’ ab. (Haunschild/Schön 2003)

Veranstaltung am 25.03.2004

“Ich will leben…“

Der Autor des Buches “Ich will leben…“ Die Juden von Weißenfels (Böhlau 2001), Dr. Ing. habil. Reinhard Schramm, ist Professor an der Technischen Universität Ilmenau und stellvertretender Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen. Anhand von Briefen, Fotos und Berichten von Zeitzeugen rekonstruiert er in seinem Buch das Schicksal der Weißenfelser Juden im 20. Jahrhundert. In Weißenfels, einer kleinen mitteldeutschen Stadt, nahmen in der Zeit des Nationalsozialismus die Entrechtung und Isolierung, die Verfolgung und Vertreibung der jüdischen Mitbürger stetig zu und mündeten schließlich in die völlige Vernichtung der blühenden jüdischen Gemeinden. Im Mittelpunkt steht die Familie Murr, die eine Schuhfabrik am Ort besaß. Auch das Schicksal der wenigen Überlebenden nach dem Ende des Dritten Reiches wird erzählt. Die Geschichte der Stadt Weißenfels im Nationalsozialismus steht exemplarisch für viele andere deutsche Städte. An ihrem Beispiel zeigt sich die Herrschaftspraxis der Diktatur, in der Angst und Hilflosigkeit der Opfer in bedrückender Weise auf die Machtbesessenheit, Skrupellosigkeit oder bürokratische Kälte der Täter prallte.

Veranstaltung am 28.04.2004



Veranstaltungen 1. Halbjahr 2004

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