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396

INTERNATIONALER RAT DER CHRISTEN UND JUDEN

E-Bulletin Nr. 10

www.iccj.org www.jcrelations.net

 

Leiten Sie dieses ICCJ-Bulletin auch an Ihre Freunde und Kollegen weiter mit der Bitte, dem ICCJ die E-Mail-Adressen mitzuteilen. Auf diese Weise werden sie in Zukunft ebenfalls unsere kostenlosen Nachrichten erhalten: info@iccj-buberhouse.de

Inhalt:

ICCJ-Konferenz 2009 in Berlin
Fribourg 2008, Vorbereitung für Berlin
Frohe Festtage
Vorschau

ICCJ, Internationaler Rat der Christen und Juden:

Der ICCJ ist ein weltweites Netzwerk, das

  • jüdisch-christliche Verständigung fördert;
  • mittels der religiösen und moralischen Prinzipien dieser Traditionen Probleme auf interreligiösem, interrassischem und internationalem Gebiet zu lösen versucht;
  • sich darum bemüht, Vorurteile, Diskriminierung und deren Folgen auszumerzen;
  • Haltungen der Toleranz und des gegenseitigen Respekts fördert.

ICCJ-Konferenz in Berlin

Die ICCJ Jahreskonferenz wird im Jahr 2009 in Berlin abgehalten. Wie bei der diesjährigen Jahreskonferenz in Jerusalem wird auch im nächsten Jahr wieder eines der fünf Projekte der ICCJ Agenda im Mittelpunkt der Konferenz stehen: die „Neubewertung des christlich-jüdischen Dialogs“. Wir werden auf der Konferenz die Leistungen und Errungenschaften des ICCJ im historischen Kontext beleuchten. Schon während des zweiten Weltkrieges gab es die ersten Kontakte zwischen amerikanischen und britischen christlich-jüdischen Vereinigungen, die die Gründung eines Internationalen Rates der Christen und Juden zum Ziel hatten.
Bei der Konferenz in Oxford im Jahre 1946 sprach man sich explizit für solch eine international aufgestellte Organisation aus, ein völlig verständlicher Wunsch, nachdem die Nazi Gräuel nach und nach aufgedeckt wurden. Eine erste Konferenz dazu fand 1947 in Seelisberg (Schweiz) statt, bekannt geworden durch die sogenannten “10 Punkte von Seelisberg”, einem Aufruf an die christlichen Kirchen. 1948 wurde in Fribourg (Schweiz) die erste ICCJ Satzung von den damaligen Mitgliedern ratifiziert, womit die Geschichte des ICCJ begann.
60 Jahre später und 70 Jahre nach dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges ist es Zeit, eine zukunftsorientierte neue Erklärung zum jüdisch-christlichen Dialog für die nächsten Jahre zu formulieren. Wir möchten die „Zehn Punkte von Seelisberg“ nicht redigieren oder umschreiben, dazu haben wir kein Recht, denn die Situation war damals eine ganz andere als heute. Der Appell an die christlichen Kirchen war das richtige Zeichen, das von einem Kontinent, der vom Krieg verwüstet und moralisch am Boden lag, ausging. In unserer heutigen Zeit sind Juden und Christen Partner im Dialog geworden und richten Ihren Aufruf gemeinsam nicht nur an die christlichen Kirchen sondern auch an die jüdischen Gemeinden. Christen und Juden laden zusammen alle Gläubigen und Menschen guten Willens ein, sich an der gemeinsamen Verantwortung für ein gutes Miteinander zu beteiligen.
Das neue ICCJ Dokument besteht aus “Appellen”, denen längere Ausführungen folgen, die diese Appelle in einen theologischen und historischen Rahmen setzen. Es wird zuerst in Deutsch und Englisch veröffentlicht, Übersetzungen in weitere Sprachen werden folgen; Lehrmaterialien werden erarbeitet und denen, die die Erklärung in ihrer Arbeit einsetzen möchten, zur Verfügung gestellt.
Der ICCJ lädt Sie herzlich zu dieser historischen Veranstaltung ein, auf der wir gemeinsam die Veröffentlichung des Dokumentes feiern können. Sie findet vom 5. – 8 Juli in der Akademie unseres Mitveranstalters, der Konrad-Adenauer-Stiftung (Tiergartenstrasse, Berlin), statt. Die Registrierung beginnt am Sonntag am späten Nachmittag und die alljährliche ICCJ Mitgliederversammlung folgt am Vormittag des 9. Juli am gleichen Ort. Nähere Informationen über die Registrierung bei der Konrad-Adenauer Stiftung erhalten Sie in unserem nächsten elektronischen Rundbrief. 

Fribourg 2008, Vorbereitung für Berlin

In der Universität Fribourg (Schweiz) traf sich eine Expertenrunde, um den Entwurf für die „Berliner Erklärung 2009“ zu diskutieren. Nachfolgend finden Sie einige Ausschnitte aus dem Bericht unserer Beraterin, Ruth Weyl, der zum Jahresende ausführlicher in unserem diesjährigen ICCJ Newsletter erscheinen wird.

“Eine Gruppe von 30 Experten traf sich in Fribourg, Schweiz, um an dem Dokument, das anlässlich der ICCJ Jahreskonferenz 2009 in Berlin veröffentlicht wird, weiter zu arbeiten. Unterstützt wurden Sie von 15 Mitgliedern der theologischen Fakultät der Universität Fribourg, unserem Gastgeber, wie schon 1948 als die erste Konferenz von Christen und Juden abgehalten wurde.
Eine andere sichtbare Erinnerung gemahnte uns an die Komplexität der Geschichte des 20. Jahrhunderts: Neben der Treppe, die zum wunderschönen Senatssaal führt, befindet sich eine Gedenktafel, die daran erinnert, dass Chaim Weizmann, der erste Präsident des Staates Israel, hier an der Universität in Fribourg im Jahre 1899 seinen Doktortitel in Chemie erwarb.
Die Teilnehmer wurden von Professor Guido Vergauwen, dem Rektor der Universität und von Professor Martin Klöckener, dem Dekan der theologischen Fakultät begrüßt. Beide erinnerten daran, dass die Universität nicht nur bei der ICCJ-Konferenz im Jahre 1948 als Gastgeber fungierte, sondern auch anlässlich der 1987 durchgeführten Tagung „Vorurteile überwinden – eine Herausforderung vierzig Jahre nach den Zehn Punkten von Seelisberg“, während der Judith Banki – die auch der gegenwärtigen Gruppe von Experten angehörte – auf unvergessene Weise Juden davor warnte zu glauben, das Christentum sei unwiderruflich anti-jüdisch und Christen von heute für die Verfehlungen ihrer Vorfahren anzuklagen. Während die Vergangenheit nicht vergessen werden könne, gehe es darum, sich ihr zu stellen und sie zu überwinden. Juden brauchten die Christen, um gemeinsam daran zu arbeiten, die überkommenen Vorurteile, die noch immer unser kulturelles Erbe durchdringen, auszulöschen. 
Drei anspruchsvolle Reden wurden dem Plenum präsentiert, die dem Redaktionskomitee bei der Formulierung seiner Thesen über den künftigen Dialog hilfreiche Anregungen vermittelten.“

Frohe Festtage

Die Mitarbeiter des ICCJ im Martin-Buber Haus wünschen Ihnen Frohe Festtage und ein gesegnetes Neues Jahr.

Gegenwärtige und frühere Mitarbeiter des Martin Buber Hauses. Von links nach rechts:

Petra Grünewald-Stangl, Kerstin Brenner, Dick Pruiksma, Christel Lord-Gierse, Gerhard Henzel, Barbara Fruth, Andrea Thiemann, Gerlinde Grundmann. In der Mitte: Martin Buber.






Vorschau

7. – 8. Dezember, 2008 Teilname des Generalsekretärs an der Jahreskonferenz der amerikanischen ICCJ Mitgliedsorganisation „Council of Centers on Jewish-Christian Relations“
15.-17. Februar, 2009 ICCJ Vorstandssitzung im Schwedischen Theologischen Institut in Jerusalem
26. - 28. Mai 2009, Konferenz in Arad, Rumänien, Unterstützung der ICCJ Mitgliedsorganisationen in Mittel- und Osteuropa, Prüfung der möglichen Gründung einer ICCJ Mitgliedsorganisation in Rumänien
Ende Mai 2009, (!) ICCJ Seminar in Jerusalem zum Thema „interreligiöser Dialog im Kontext des Nahost-Konflikts“
5. – 8. Juli 2009, ICCJ Jahreskonferenz in Berlin. Im Mittelpunkt steht das Projekt „Neubewertung und Zukunft des jüdisch-christlichen Dialogs“
9. Juli, 2009, ICCJ Mitgliederversammlung in Berlin


 
Spenden an den ICCJ werden gern unter Sparkasse Starkenburg Heppenheim, Konto 121350, BLZ 509 514 69 entgegen genommen. (IBAN: DE20 5095 1569 000 123 50, SWIFT/BIC: HELADEF1HEP)

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