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INTERNATIONALER RAT DER CHRISTEN UND JUDEN
E-Bulletin Nr. 10
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Sie dieses ICCJ-Bulletin auch an Ihre Freunde und Kollegen weiter mit
der Bitte, dem ICCJ die E-Mail-Adressen mitzuteilen. Auf diese Weise
werden sie in Zukunft ebenfalls unsere kostenlosen Nachrichten
erhalten: info@iccj-buberhouse.de
Inhalt:
- ICCJ-Konferenz 2009 in Berlin
- Fribourg 2008, Vorbereitung
für Berlin
- Frohe Festtage
- Vorschau
ICCJ, Internationaler Rat der Christen und Juden:
Der ICCJ ist ein weltweites Netzwerk, das
- jüdisch-christliche Verständigung
fördert;
- mittels der religiösen und moralischen Prinzipien
dieser Traditionen Probleme auf interreligiösem,
interrassischem und internationalem Gebiet zu lösen versucht;
- sich darum bemüht, Vorurteile, Diskriminierung und
deren Folgen auszumerzen;
- Haltungen der Toleranz und des gegenseitigen Respekts
fördert.
ICCJ-Konferenz in Berlin
Die ICCJ Jahreskonferenz wird im Jahr 2009 in Berlin
abgehalten. Wie bei der diesjährigen Jahreskonferenz in
Jerusalem wird auch im nächsten Jahr wieder eines der
fünf Projekte der ICCJ Agenda im Mittelpunkt der Konferenz
stehen: die „Neubewertung des christlich-jüdischen
Dialogs“. Wir werden auf der Konferenz die Leistungen und
Errungenschaften des ICCJ im historischen Kontext beleuchten. Schon
während des zweiten Weltkrieges gab es die ersten Kontakte
zwischen amerikanischen und britischen christlich-jüdischen
Vereinigungen, die die Gründung eines Internationalen Rates
der Christen und Juden zum Ziel hatten.
Bei der Konferenz in Oxford im Jahre 1946 sprach man sich explizit
für solch eine international aufgestellte Organisation aus,
ein völlig verständlicher Wunsch, nachdem die Nazi
Gräuel nach und nach aufgedeckt wurden. Eine erste Konferenz
dazu fand 1947 in Seelisberg (Schweiz) statt, bekannt geworden durch
die sogenannten “10 Punkte von Seelisberg”, einem
Aufruf an die christlichen Kirchen. 1948 wurde in Fribourg (Schweiz)
die erste ICCJ Satzung von den damaligen Mitgliedern ratifiziert, womit
die Geschichte des ICCJ begann.
60 Jahre später und 70 Jahre nach dem Ausbruch des zweiten
Weltkrieges ist es Zeit, eine zukunftsorientierte neue
Erklärung zum jüdisch-christlichen Dialog
für die nächsten Jahre zu formulieren. Wir
möchten die „Zehn Punkte von Seelisberg“
nicht redigieren oder umschreiben, dazu haben wir kein Recht, denn die
Situation war damals eine ganz andere als heute. Der Appell an die
christlichen Kirchen war das richtige Zeichen, das von einem Kontinent,
der vom Krieg verwüstet und moralisch am Boden lag, ausging.
In unserer heutigen Zeit sind Juden und Christen Partner im Dialog
geworden und richten Ihren Aufruf gemeinsam nicht nur an die
christlichen Kirchen sondern auch an die jüdischen Gemeinden.
Christen und Juden laden zusammen alle Gläubigen und Menschen
guten Willens ein, sich an der gemeinsamen Verantwortung für
ein gutes Miteinander zu beteiligen.
Das neue ICCJ Dokument besteht aus “Appellen”,
denen längere Ausführungen folgen, die diese Appelle
in einen theologischen und historischen Rahmen setzen. Es wird zuerst
in Deutsch und Englisch veröffentlicht, Übersetzungen
in weitere Sprachen werden folgen; Lehrmaterialien werden erarbeitet
und denen, die die Erklärung in ihrer Arbeit einsetzen
möchten, zur Verfügung gestellt.
Der ICCJ lädt Sie herzlich zu dieser historischen
Veranstaltung ein, auf der wir gemeinsam die Veröffentlichung
des Dokumentes feiern können. Sie findet vom 5. – 8
Juli in der Akademie unseres Mitveranstalters, der
Konrad-Adenauer-Stiftung (Tiergartenstrasse, Berlin), statt. Die
Registrierung beginnt am Sonntag am späten Nachmittag und die
alljährliche ICCJ Mitgliederversammlung folgt am Vormittag des
9. Juli am gleichen Ort. Nähere Informationen über
die Registrierung bei der Konrad-Adenauer Stiftung erhalten Sie in
unserem nächsten elektronischen Rundbrief.
Fribourg 2008, Vorbereitung für Berlin
In der Universität Fribourg (Schweiz) traf sich eine
Expertenrunde, um den Entwurf für die „Berliner
Erklärung 2009“ zu diskutieren. Nachfolgend finden
Sie einige Ausschnitte aus dem Bericht unserer Beraterin, Ruth Weyl,
der zum Jahresende ausführlicher in unserem
diesjährigen ICCJ Newsletter erscheinen wird.
“Eine Gruppe von 30 Experten traf sich in Fribourg, Schweiz,
um an dem Dokument, das anlässlich der ICCJ Jahreskonferenz
2009 in Berlin veröffentlicht wird, weiter zu arbeiten.
Unterstützt wurden Sie von 15 Mitgliedern der theologischen
Fakultät der Universität Fribourg, unserem Gastgeber,
wie schon 1948 als die erste Konferenz von Christen und Juden
abgehalten wurde.
Eine andere sichtbare Erinnerung gemahnte uns an die
Komplexität der Geschichte des 20. Jahrhunderts: Neben der
Treppe, die zum wunderschönen Senatssaal führt,
befindet sich eine Gedenktafel, die daran erinnert, dass Chaim
Weizmann, der erste Präsident des Staates Israel, hier an der
Universität in Fribourg im Jahre 1899 seinen Doktortitel in
Chemie erwarb.
Die Teilnehmer wurden von Professor Guido Vergauwen, dem Rektor der
Universität und von Professor Martin Klöckener, dem
Dekan der theologischen Fakultät begrüßt.
Beide erinnerten daran, dass die Universität nicht nur bei der
ICCJ-Konferenz im Jahre 1948 als Gastgeber fungierte, sondern auch
anlässlich der 1987 durchgeführten Tagung
„Vorurteile überwinden – eine
Herausforderung vierzig Jahre nach den Zehn Punkten von
Seelisberg“, während der Judith Banki –
die auch der gegenwärtigen Gruppe von Experten
angehörte – auf unvergessene Weise Juden davor
warnte zu glauben, das Christentum sei unwiderruflich
anti-jüdisch und Christen von heute für die
Verfehlungen ihrer Vorfahren anzuklagen. Während die
Vergangenheit nicht vergessen werden könne, gehe es darum,
sich ihr zu stellen und sie zu überwinden. Juden brauchten die
Christen, um gemeinsam daran zu arbeiten, die überkommenen
Vorurteile, die noch immer unser kulturelles Erbe durchdringen,
auszulöschen.
Drei anspruchsvolle Reden wurden dem Plenum präsentiert, die
dem Redaktionskomitee bei der Formulierung seiner Thesen über
den künftigen Dialog hilfreiche Anregungen
vermittelten.“
Frohe Festtage
Die Mitarbeiter des ICCJ im Martin-Buber Haus
wünschen Ihnen Frohe Festtage und ein gesegnetes Neues Jahr.
Gegenwärtige und frühere Mitarbeiter des
Martin Buber Hauses. Von links nach rechts:
Petra Grünewald-Stangl, Kerstin Brenner, Dick Pruiksma,
Christel Lord-Gierse, Gerhard Henzel, Barbara Fruth, Andrea Thiemann,
Gerlinde Grundmann. In der Mitte: Martin Buber.
Vorschau
7. –
8. Dezember, 2008 Teilname des Generalsekretärs
an der Jahreskonferenz der amerikanischen ICCJ Mitgliedsorganisation
„Council of Centers on Jewish-Christian Relations“
15.-17. Februar, 2009
ICCJ Vorstandssitzung im Schwedischen Theologischen Institut in
Jerusalem
26. - 28. Mai 2009,
Konferenz in Arad, Rumänien, Unterstützung der ICCJ
Mitgliedsorganisationen in Mittel- und Osteuropa, Prüfung der
möglichen Gründung einer ICCJ Mitgliedsorganisation
in Rumänien
Ende Mai 2009, (!)
ICCJ Seminar in Jerusalem zum Thema „interreligiöser
Dialog im Kontext des Nahost-Konflikts“
5. – 8. Juli
2009, ICCJ Jahreskonferenz in Berlin. Im Mittelpunkt steht
das Projekt „Neubewertung und Zukunft des
jüdisch-christlichen Dialogs“
9. Juli, 2009,
ICCJ Mitgliederversammlung in Berlin
Spenden
an den ICCJ werden gern unter Sparkasse Starkenburg Heppenheim, Konto
121350, BLZ 509 514 69 entgegen genommen. (IBAN: DE20 5095 1569 000 123
50, SWIFT/BIC: HELADEF1HEP)
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